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Geschichte

Die Anfänge der Besiedlung gehen vermutlich bis in die Keltenzeit zurück, die Ersterwähnung des Ortes ist in einem Pfandbrief des Grafen Herrmann von Henneberg vom 15. Juni 1260 zu finden.

1317 wurde der Ort als “Sleitishart”, später auch als „Schlechtshart“ in den Geschichtsbüchern erwähnt. Diese Bezeichnungen beziehen sich wahrscheinlich auf das reiche Vorkommen an Schlehenbüschen in den lichten Wäldern (Hart = Hain, lichter Wald), die auch heute noch in der näheren Umgebung des Ortes zu finden sind.

Die Grundherrschaft wechselte im Laufe der Jahrhunderte. So waren im 14. Jahrhundert das Stift in Schmalkalden und die Herren von Schaumberg zuständig.

Im 15.Jahrhundert war Schlechtsart ein Langdorf mit drei öffentlichen Gebäuden, 35 Wohnhäusern, 173 Einwohnern und einem zu Westhausen gehörenden Filialkirchlein.

Im 30- jährigen Krieg wurde der Ort zum Teil zerstört, es kam wie überall zu Gewalttaten und Erpressungen.

1637 gab es nur noch sieben Männer im Ort, keinen Viehbestand und fast alle Äcker waren unbestellt. Von den ehemals 45 Häusern waren noch 12 bewohnt.

Schlechtsart besaß bis 1816 auch ein Rittergut.

Die beiden Weltkriege forderten wie in jedem Ort viele Gefallene.

Die Aufbaujahre nach dem Krieg gestalteten sich schwierig.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges und dem späteren Bau der Mauer bzw. der Grenzanlagen wurde Schlechtsart Thüringisches Grenzdorf zu Bayern.

Durch die strengen Grenzsicherungsmaßnahmen seitens der DDR-Regierung wurden der Ort und seine Einwohner auch vom eigenen Land immer mehr isoliert.

Nach dem Fall der innerdeutschen Grenze im Jahr 1989 vollzog sich ein umfassender Strukturwandel. Schlechtsart hat sich inzwischen vom ehemaligen Dorf in der Sperrzone zu einem schmucken Ort im Herzen Thüringens, Deutschlands und Europas entwickelt.